Stadtteilung-Geschichte

Die Habsburger verloren im Ersten Schlesischen Krieg 1742 bis auf die Herzogtümer Teschen, Jägerndorf, Troppau und das Fürstentum Neisse Schlesien an Preußen. Der kleine teil, österreichisch Schlesien wurde von Wien regiert und hatte als Kronland später eine größere Entscheidungsbefugnis bekommen.

Teschen war eine sprachlich wie konfessionell gemischte Stadt. Im Jahr 1900 hatte Teschen 19150 Einwohner, davon war eine Mehrheit von 11688 Personen deutschsprachig, 5313 waren polnischspachig und weitere 1044 gebrauchten Böhmisch/Mährisch als Umgangssprache. 13167 Einwohner waren katholisch, 4163 evangelisch sowie weitere 1713 jüdischen Glaubens. (Quelle: Stadtplan Teschen 1900)

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das eigens für den Krieg gebildete Armeeoberkommando, die Befehlszentrale aller österreichisch-ungarischen Streitkräfte, in Teschen eingerichtet. Am Ende des Ersten Weltkrieges geriet Teschen zwischen die Fronten der neu gegründeten Tschechoslowakei und Polen. Beide Länder beanspruchten die wirtschaftlich starke Region, ohne dass im Vertrag von Saint-Germain dazu eine Regelung geschaffen worden war. Obwohl sich der Teschener Nationalrat im Oktober 1918 für den Anschluss an Polen entschieden hatte, marschierten tschechische Soldaten am 23. Januar 1919 in Teschen ein, was mehrere Tote auf beiden Seiten zur Folge hatte.

Erst ein Schiedsspruch der alliierten Siegermächte beendete im Juli 1920 den Konflikt. Die Stadt Teschen wurde entlang des Olsa-Flusses geteilt, die Altstadt mit dem historischen Burgberg kam zu Polen nun Cyszyn genannt, die Tschechoslowakei musste sich mit der westlich gelegenen Vorstadt begnügen nun Cesky Tesin.

Durch das Münchner Abkommen besetzte Polen im Oktober 1938 für 11 Monate von Menschenmassen bejubelt Cesky Tesin. Im November wurde das Gebiet von deutschen Truppen besetzt und Teschen gehörte für 5 Jahre wieder zu Schlesien. Nach Kriegsende wurde die Grenze entlang der Olsa wieder hergestellt.

Mit Eintritt in die EU wurden die Grenzkontrollstellen demontiert. Auf beiden Seiten der Olsa gab es umfassende Modernisierungen an Gebäuden, Parks, Straßen usw. Von 3 neu geplanten Brücken ist eine sehr schöne entstanden. Für die Polnische Minderheit in Cesky Tesin wurden Schilder mit zweisprachigen Straßennahmen montiert.

In Cieszyn spürt man eine Identität zur schlesischen Region. Die Erinnerung an die Straßenbahn auf dem Rynek, das Museum Teschner Schlesien mit dem Franz Josef Kaffee oder die Sonderausstellung zu Jaromir Nohavicas Lied „Tesinska“ zeigen dies.

Quelle: Wikipedia/ Frank Sniegon