Straßenbahn

Eröffnung: 12.02.1911Karte Teschener Straßenbahn

Einstellung: 02.04.1921

Streckenlänge: 1793m + 630m zum Straßenbahndepot

Breite: 1000mm

Wagen: 4 Wagen von Fa. Franz Ringhoffer Prag, nach Streckeneinstellung Verkauf nach Bielitz und Litzmannstadt

Motor: AEG je2x 22KW 500V

Fahrtrichtungsinformation: Bielitzerstraße und Haubtbahnhof

Fahrpreis: 12-14 Heller

Literatur u. Qellen: ISBN 978-80-904230-0-8   und   http://tramwaje.muzeumcieszyn.pl/index.php 

Durch den Bau der Kaiser Ferdinands-Nordbahn und der Kaschau- Oderberger Bahn erlebte die Region einen enormen AuPapierbastelbogen, gekauft im Museum Teschner Schlesienfschwung. Erst 1910 wurde in Teschen mit dem Bau einer Straßenbahn begonnen. In den benachbarten Bielitz gab es eine Straßenbahn schon seit 1895, noch bevor Wien eine hatte. Ziel war den Bahnhof im neuen Stadtteil „Sachsenberg“ mit der Innenstadt zu verbinden. Bisher wurden Droschken eingesetzt. Mit dem Bau wurde 1910 angefangen mit einigen Umplanungen wie die Streckenverlängerung bis zu den Kasernen. Im Dezember wurde der erste der 4 Wagen aus Prag geliefert. Er hatte 18 Sitz- und 12 Stehplätze. Am 12. Februar 1911 fand die offizielle Eröffnung der Straßenbahnlinie statt. Auf einem Foto sind 3 Triebwagen auf dem Rynek zur Einweihungsfeier zu sehen. Der erste war mit Tannenreisicht geschmückt. Gewartet wurden die 4 Wagen in einem kleinen Depot. Dieses erreichte man über eine Weiche am Schloss wo auch Unfälle durch die abschüssige Stefanie Str. und folgende Linkskurve passierten. Der Erste Weltkrieg machte die Erweiterungspläne zunichte. Geplant war ursprünglich die drei Städte Freistadt, Teschen und Trzynietz zu verbinden. Selbst 1917 gab es noch einen Plan die Strecke vom Bahnhof weiter nach Schibitz zu verlängern. 
Nach Kriegsende sollte es aber noch ganz schlimm für die ehemals gemeinsame friedliche Region von Tschechen, Polen, Juden und Deutschen kommen. Das fasse ich kurz in der Stadtteilungsgeschichte zusammen. 1920 war die Teilung der Stadt beschlos-
sen. Auf der Schlossbrücke gab es auf beiden Seiten Grenzkontrollen, die Olsa war Grenzverlauf. Ein vernünftiger Fahrbetrieb war so nicht möglich. Die letzte Fahrt war am 2. April 1921. 1922/23 gingen die Wagen nach Bielitz und Litzmannstadt.